Sea to Summit Trail

Aufgewacht sind wir an diesem Tag mit Regenprasseln auf das Wohnmobildach. Doch wir waren positiv gestimmt, sagte der Wetterbericht für heute doch zumindest trockenes Wetter voraus. Bereits nach dem Frühstück waren die Regenwolken verschwunden.

Wir verließen den Campground bei idealem Wanderwetter. 10°C und trocken. Besser als gestern. Für heute stand der Schwesterberg des Chiefs auf dem Programm, auf den auch die Sea to Sky Gondel fährt. Zum Abschluss haben wir uns den Sea to Summit Trail ausgesucht.Auf 7,5 Kilometern schlängelt er sich von der Gondelstation im Tal bis zur 900 Höhenmeter höher gelegenen Bergstation.

Anders als gestern gab nur zu beginn Treppenstufen. Der Weg war wieder steinig, führte uns über Brücken und Seilstellen senkrecht den Berg hinauf. Nach 2 3/4 Stunden erreichten wir den Gipfel und wurden zwar nicht mit einem Weitblick, dafür aber zumindest mit einem Blick hinab ins Tal belohnt.

 

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Da hat der Gipfel-Bagel besonders gut geschmeckt. Bevor wir den Weg ins Tal mit der Gondel fuhren, spazierten wir noch über die Hängebrücke, die die Gondelstation mit einem kleinen Aussichtspunkt verbindet. Der Weg ins Tal dauerte nicht lange, so dass wir nach der nicht sehr langen, dafür aber umso anstrengenderen Wanderung recht früh wieder zurück auf dem Campground gewesen sind.

 

Die letzte Nacht verbrachten wir ebenfalls wieder in Porteau Cove. Nach der verdienten Dusche hieß es Koffer packen und das Wohnmobil aufräumen, damit am nächsten Morgen nicht mehr viel zu tun war.

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Ein letztes Mal machten wir ein Lagerfeuer und verbrachten den Abend am Feuer.

Kilometer gefahren: 37
Kilometer insgesamt: 3294

Stawamus Chief

Neuer Tag, neues Glück. Nach dem verregneten Tag gestern, sagte der Wetterbericht für heute ’nur‘ Woken voraus. Gute Vorraussetzung für die Wanderung auf den Stawamus Chief, die wir heute mit unseren Freunden aus Vancouver unternehmen wollten. Start war um 10 Uhr an der Gondelstation der Sea to Sky Gondola. Leider war der Wetterbericht heute nicht sehr zuverlässig. Regen, Regen, Regen war angesagt.

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Der Weg führte durch den wieder regenwaldähnlichen Wald über Treppen- und Steinstufen hinauf. Wir wählten den Weg, der zuerst zum Third Peak, über den Second Peak und wieder zurück führt. Klettern und kraxeln war angesagt. Über Felsen ging es hinauf zum ersten Gipfel, dem Third Peak. Es war abzusehen, doch etwas enttäuscht waren wir oben schon. Ohne Aussicht lag der Gipfel mitten in einer Wolke.

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Der Weg zum Second Peak führte ebenfalls über Felsen und abenteuerlich über Leitern und Stellen mit Seil für die gerade bei diesem Wetter sehr nassen und rutschigen Felsen. Der fast schon anstrengendste Teil war der Weg vom Gipfel wieder hinab. Beim Abzweig zum First Peak beschlossen wir, nicht mehr hinauf zu steigen, da sich das Wetter und somit vermutlich auch die Aussicht nicht wesentlich verändert hatten. Auf einem treppenähnlichen Weg ging es hinab zur Gondelstation. Nach 4,6 Kilometern Wegstrecke und 600 Höhenmetern waren wir nach 4 1/2 Stunden wieder zurück. Eine nette Wanderung, die mit der Aussicht von oben als Belohnung sicherlich noch schöner ist.

Nach der Wanderung fuhren wir zu unserer bereits reservierten Site 8 auf dem Porteau Cove Campground. Eine wohlverdiente Dusche später spazierten wir am Strand entlang und hatten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer.

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Kilometer gefahren: 37
Kilometer insgesamt: 3257

Was draus gemacht

Dieser Tag sollte der ‚was-draus-gemacht‘ Tag werden. Um 10 Uhr verließen wir den Campground bei ein wenig Sonnenschein, nur um nach wenigen Metern komplett im Regen zu fahren. Wir passierten das Schild mit dem Hinweis auf den Parkplatz zum Garibaldi Trailhead und fuhren weiter Richtung Squamish. Neben dem Regen war für den heuigen Tag um 12 Uhr Gewitter angesagt. Aus diesem Grund traten wir die Wanderung zum Garibaldi Lake nicht an. Sehr schade.

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Stattdessen fuhren wir nach Squamish und begaben uns nach einem Kaffee in die Kletterhalle dort. Es regnete weiter in Strömen. Nach einem Bisschen bouldern machten wir uns um 14 Uhr auf in Richtung Alice Lake. Auf dem dortigen Campground würden wir die nächste Nacht verbringen.

 

Eine Stunde lang regnete es weiter, bevor es aufhörte. Wir nutzten die Gelegenheit und starteten den 6 km langen Four Lakes Trail um die Seen Alice Lake, Fawn Lake, Edith Lake und Stump Lake, der direkt vom Campground aus starte. Nach 1:20 mit vielen Fotostopps waren wir zurück.

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Der regenwaldähnliche Wald, durch den die Wanderung führt hielt den meisten Regen von oben ab. Es war der erste Wald dieser Art auf unserer Reise. Bisher waren die Wälder ehr wie zu Hause. Hier wuchsen Moose die Bäume hinauf und der Boden war überall mit Farnen bedeckt.
Abend saßen wir noch am Lagerfeuer, bevor uns der nächste Regenschauer nach drinnen vertrieb.

Kilometer gefahren: 53
Kilometer insgesamt: 3220

Ein Zug

An diesem Tag weckte uns der Wecker um 8 Uhr. Gemütlich frühstückten wir, während draußen einige Regentropfen fielen. Nach dem Frühstück kam die Sonne heraus und wir genossen noch einmal den Blick ins Tal.

 

Der Weg vom Campground führte uns zuerst in das Örtchen Whistler. In unserer Planung hatte es bisher keinen Platz gefunden, doch durch unsere lange Fahrt gestern, hatten wir Zeit den Ort anzuschauen.

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Zwischen mehreren Regenschauern besuchten wir das Visitor Center und tranken einen Kaffee bei Pure Bread. Wir schauten im Internet nach einem Campground für die übernächste Nacht, da wir diese Nacht von Freitag auf Samstag eigentlich im Nairn Falls PP reserviert hatten, stornierten wir diese Reservierung. Im Alice Lake PP reservierten wir uns die allerletzte freie Site. Die Nähe zu Vancouver in Kombination mit dem Wochenende machte sich bemerkbar. Für den weiteren Tag war ab 14 Uhr wieder Regen angesagt.

Die Brandywine Falls lagen nicht weit und so machten wir uns auf dem Weg dorthin. Der Wasserwall selbst, kann nach wenigen Metern Fußweg bewundert werden. Nach einem weiteren kurzen Fußweg erreicht man einen zweiten Aussichtspunkt mit Blick über das gesamte Tal.

 

Das Wetter hielt, von einigen Regentropfen abgesehen, und wir beschlossen einen 2,7 Kilometer langen Trail zur Whistler Bungee Bridge zu laufen. Der Weg ist künstlich anglegt, mit Schotter aufgeschüttet. Für einen kleinen Spaziergang, mit der Option bei Regen wieder umkehren zu können, gerade richtig. An der Brücke angelangt, beobachteten wir die Mutigen, die sich von der Brücke am Bungee-Seil ins Tal stürtzten.

 

Mein Highlight dieser Wanderung kam am Ende, kurz bevor wir wieder zurück am Wohnmobil waren. Der Weg führt an einer Stelle über die Gleise. Auf dem Hinweg hörten wir zwar ganz weit in der Ferne einen Zug hupen, warteten jedoch vergebens darauf, dass er bei uns vorbei fuhr. Auf dem Rückweg, just als wir vor den Gleisen standen, kam ein Zug mit roter Lokomotive um die Kurve gefahren. Für diesen Ausflug waren wir 1 1/2 Stunden unterwegs, bevor wir zeitgleich mit den ersten Regentropfen das Auto erreichten.

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Als Campground für diese Nacht hatten wir uns morgens im WLAN des Visitor Centers den Whistler RV Park Campground ausgesucht. Wir parkten das Wohnmobil und genossen die Aussicht von dort bei strahlendem Sonnenschein. Für diesen Abend herrschte ein Feuerverbot, so dass wir nicht in den Genuss eines Lagerfeuers kamen, doch allein für die Aussicht lohnte sich die teuerste Nacht unseres Urlaubs dort oben.

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Kilometer gefahren: 53
Kilometer insgesamt: 3167

Ein langer Tag

Bevor wir an diesem Tag unsere Reise zum Green Lake fortsetzten, bezahlten wir unsere noch offene Rechnung bei Eva-Maria und Hans-Peter im Büro. Sie gaben uns Tipps für die weitere Fahrt und wir bekamen noch 4 Stückchen Kuchen mit auf den Weg. Der Kuchen war übrigens sehr lecker. Somit war das Cottonwood Bay Resort, der herzlichste und gastfreundlichste Campground unserer Reise.

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Um 9:30 Uhr verließen wir die Site, um bereits um 10:30 auf unserem Ziel-Campground, dem Entrance Bay am Green Lake ankamen. So früh noch, bei durchwachsenem Wetter und immer wieder Regenschauern. Was tun? Für die nächsten Tage war auch nicht viel besseres Wetter angesagt. Wir fuhren eine Runde über den Campground, bevor wir am Tor hielten und uns erst einmal den Kuchen schmecken ließen. Wir besprachen unsere Optionen. Da bleiben, den Tag lesen und für morgen auf besseres Wetter hoffen oder heute noch weiterfahren und das Programm von morgen heute schon mitnehmen. Wir entschieden uns für letzteres. So hieß unser neues Tagesziel Nairn Falls Provincial Park.

 

 

Nun zum unerfreulichen Teil der Fahrt. Hinter Clinten führte uns die Handy-Navigation zum ersten Mal auf dieser Reise auf eine falsche Fährte. Es führte uns, zu unserer Verwunderung, hinter Clinton in Richtung Downing Provincial Park, um uns von dort über Schotterpisten bis nach Lillooet zu führen. Natürlich merkten wir dies erst, als wir nach 17 Kilometern Straße auf der ersten Schotterpiste am Kelly Lake vorbei auf die nächste mit 14% Steigung und vielen Serpentinen abbiegen sollten. Wir kehrten um und folgten dem Highway 97 und 99 nach Lillooet.

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Die Laune stieg, denn dort schien sogar ein ganz kleines Bisschen die Sonne. Den erhofften Kaffee, bekamen wir dort nicht. Wir tankten und folgten der Duffey Lake Road bis zum gleichnamigen See. Auf der steilen und kurvigen Strecke bekamen wir zwar das Gefühl, das wir von hohen Bergen umgeben sein mussten, doch wir sahen sie nicht. Alle in den Wolken versteckt. Am Duffey Lake konnte man denken, der See würde auf freier Fläche liegen.

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Schade, den eigentlich hätte auf der Strecke noch die Wanderung zu den Joffre Lakes angestanden. Bei strömendem Regen fuhren wir weiter. Nach einem kurzen Stopp beim Visitor Center in Pemberton, erreichten wir um 16:30 den Nairn Falls Provincial Park Campground. Bei fast freier Site-Wahl fiel unsere Wahl auf Site 54.

 

Nach 7 Stunden Fahrt, ohne unseren kleinen Umweg wären es 6 Stunden gewesen, gingen wir eine Runde um den Campground und zündeten gleich im Anschluss ein Lagerfeuer an. Ohne Mittagessen hatten wir schon großen Hunger und das Essen schmeckte uns besonders gut.

Nach einer zweiten Runde um den Campground machten wir es uns im Wohnmobil bequem und planten die nächsten Tage. 2 Tage hatten wir noch zur freien Verfügung, bevor unser bereits reservierte Campground für die letzten beiden Tage bereits feststand. Fest auf dem Plan stand noch eine Wanderung zum Garibaldi Lake. Durch den heute durchgefahrenen Tag, beschlossen wir, am nächsten Tag Whistler einen Besuch abzustatten, das bisher nicht auf unserem Sightseeing-Plan gestanden hatte.

Kilometer gefahren: 362
Kilometer insgesamt: 3114