Wanderung auf den Bláhnúkur

Landmannalaugar Bláhnúkur

Im letzten Post habe ich es bereits angekündigt. Für die Wandertour auf den Bláhnúkur gibt es diesen separaten Post. Bei unserem Ausflug nach Landmannalaugar stand die Wanderung auf dem Programm. Sonnenschein und 10°C Außentemperatur waren die perfekten Bedingungen für eine Wanderung.

Im Rother Wanderführer für Island ist es die Tour Nummer 7. Sie ist mit 395 Höhenmetern, 6,3 Kilometern und einer Gehzeit von 2:15h angegeben. Für den Rundweg vom Auto und wieder zurück haben wir deutlich länger als die 2:15h benötigt. Dies lag wohl hauptsächlich an mir, da ich ständig für Fotos angehalten und alle Ausblicke festgehalten habe. Auch die Suche nach einem geeigneten Weg über die Brennsteinsöldukvisl hat uns etwas Zeit gekostet.

Das erste Stück der Tour auf den Bláhnúkur geht es steil hinauf, später gemächlicher, bevor es zum Gipfel noch einmal steil wird. Der Gipfel des Bláhnúkur gewährt einen phantastischen Blick 360° rund herum auf die bunten Berge von Landmannalaugar. Man hätte die Zeit dort oben vergessen einfach nur staunend auf die schneebedeckten Berge schauen können.

Der Abstieg zur Schlucht Grænagil führt uns über Schneefelder. Um auf die andere Flussseite zu gelangen, müssen wir die Brennsteinsöldukvisl überqueren. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen. Ein beherzter Sprung über das Wasser führt uns auf die andere Seite, wo der Weg durch das Lavafeld Laugahraun führt.

Brennstseinsalda

Auch hier führt der Weg streckenweise über Schneereste. Ein kleiner Abstecher führt zu den dampfenden Stellen unterhalb der Brennsteinsalda. Die letzten Meter des Weges führen durch das Lavafeld zurück zur Hütte in Landmannalaugar.
Das Wetter hat gehalten. Im Tagesverlauf sind zwar Wolken aufgezogen, doch sie konnten der unglaublichen Landschaft ihren Zauber nicht nehmen.

Es schien, als ob an diesem Tag nur für uns die Sonne in Landmannalaugar geschienen hatte.

Landmannalaugar

Wanderung Landmannalaugar Bláhnúkur 5

Die erste Nacht komplett hell haben wir gut überstanden, Schlafmaske sei Dank. Die Hoffnung von gestern, das Wetter könnte besser sein, erübrigen sich mit einem Blick aus dem Fenster. Nieselregen und Nebel über den Bergen, den Bergen, die wohl rund um uns sein müssten, wir aber nicht sehen können.

 

Es nützt ja nichts, Plan ist Plan und wir machen uns auf den Weg Richtung Landmannalaugar. Schließlich sind die bunten Berge rund um die Hütte des isländischen Wandervereins der Grund, warum wir auf Island als Reiseziel gekommen sind.

Berge + schöne Landschaft + Wanderungen = Reiseziel.

Wir folgen der Straße 26. Mehr als Straße und den Fuß einiger Berge die vorbeiziehen können wir nicht sehen. Ab der Stelle, an der die Straßen 26 und 32 aufeinandertreffen und es auf der F26 weiter geht, keimt Hoffnung auf. In der Ferne werden die Wolken heller.

See Hrauneyjalón

Am See Hrauneyjalón bietet sich ein wunderschönes Panorama, zum ersten Mal mit Weitsicht. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto besser wird das Wetter. Zuerst hört der Regen auf, danach brechen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken.

 

Rund um den See Frostastaðavatn reiht sich ein überwältigender Blick an den anderen.

Frostastaðavatn

 

In Landmannalaugar schließlich scheint die Sonne. Was für ein Wetter. Perfekt für unsere Wandertour über den Bláhnúkur. Wir stellen unser Auto vor der letzten Furt vor der Hütte ab und nehmen die Fußgängerbrücke zur Hütte. Unser Volvo hätte wohl gegen den Wasserstand und die Fließgeschwindigkeit verloren.

Wanderung Landmannalaugar Bláhnúkur 2

Unserer Wanderung auf den Bláhnúkur werde ich einen eigenen Post widmen. Dieser Tag ist mein Highlight der Islandreise gewesen und verdient es, die vielen Bilder die ich gemacht habe auch zu zeigen.

Auf dem Weg zurück zum Gästehaus hielten wir noch am Kratersee Hnausapollur an, an dem bereits Wolken den Himmel kreuzten und der Wind sie vor sich her schob. Bis zur Unterkunft holte uns der Nebel wieder ein.

 

Anreise nach Island und Routenplanung

Hinflug Island

Los gehts’s in Richtung Norden! Island wir kommen!

Leider direkt mit einer zweistündigen Verspätung aus Frankfurt. Um 14 Uhr sollte unser Flieger planmäßig aus Frankfurt abfliegen, doch Probleme bei der Gepäckverladung ließen uns zwei Stunden im Flieger auf den Abflug warten.
Nach isländischer Zeit landeten wir schließlich gegen 17:35 Uhr in Keflavik. Das Gepäck ließ nicht lange auf sich warten und wir konnten unser Auto zügig bei Thrifty Cars abholen. Nach einem kurzen Abstecher in den Supermarkt, um das Essen für die nächsten drei Tage zu kaufen, machten wir uns auf den Weg in Richtung Hochland. Unser Ziel für diese und auch die nächste Nacht war das Guesthouse Elin, an der Straße Nummer 26 gelegen, so dass der Weg am nächsten Tag nach Landmannalaugar nicht so weit ist. Über Reykjavik und Selfoss erreichten wir nach 2 Stunden unser Ziel.

Anreise Island Nebel

Von der Landschaft bekamen wir auf der Fahr rein gar nichts mit. Der Nebel hing tief und hat alles mehr als 100m neben der Fahrbahn verschluckt. Erst auf dem Rückweg am letzten Reisetag hatten wir bei guten Wetter die Gelegenheit, von der Gegend rund um Reykjavik und den Flughafen etwas zu sehen.

Die Hoffnung auf regenfreies Wetter am nächsten Tag blieb nach Studium des Wetterberichts und die Vorfreude auf bunte Berge in Landmannalaugar wuchs.

Im ersten Beitrag zur Islandreise habe ich versprochen, etwas mehr über unsere Reiseroute über die Insel zu schreiben.

Der Rother Wanderführer für Island und sehr viele Blogbeiträge haben dabei geholfen, unsere Ziele auszuwählen. Auch in den beiden Foren islandreise.info und island-forum.com gibt es viele Reiseberichte und Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen. Mit Google MyMaps war es leicht, sinnvolle Übernachtungsstandorte anhand der Sehenswürdigkeiten festzulegen.

2 Nächte Guesthouse Elin, Straße 26 auf dem Weg Richtung Landmannalaugar
3 Nächte Lækjaborgir Guesthouse, Kálfafell
1 Nacht Lón Guesthous, Þorgeirsstaðir
1 Nacht Skarðás Country Cabins, Egilsstaðir
3 Nächte Einishus Cottages, Laugar
1 Nacht Brúnalaug Guesthouse, Akureyri
1 Nacht Árfell, Varmahlíð
1 Nacht Miðdalskot Cottages, Miðdalskot
1 Nacht Helgugata Guesthouse, Borgarnes
1 Nacht Comfort and Rest, Sandgerði

Island Rundreise

Landmannalaugar by Jon Flobrant

Es geht wieder los! Nach unserer letzten großen Reise nach Kanada im Jahr 2016 werden wir uns 2018 in das Abenteuer Island stürzen. Von klein auf ist Island mit seinen knuffigen Islandpferden immer schon ein Reiseziel gewesen, das ich irgendwann besuchen wollte. Bei der Suche nach dem nächsten Urlaubsziel entdeckte ich durch Zufall Bilder vom Laugavegur Wanderweg von Landmannalaugar nach Skógar. Wunderschöne bunte Bilder (schau hier bei der Startpage-Bildersuche vorbei).

Die wunderschönen Fotos des isländischen Hochlands ließen mich nicht los. Mehrtageswanderungen haben wir bisher noch nicht unternommen und damit direkt mit dem Laugavegur anzufangen, ist unter Umständen nicht die beste Idee. Doch das Hochland lässt sich auch mit dem Auto erkunden, also beschlossen wir, dass Island unser nächstes Reiseziel sein würde.

Mit dem Flugzeug werden wir von Frankfurt nach Keflavík fliegen. Von dort aus starten wir unsere Reise zu viert, Ehemann, Schwester, Schwager und ich. 15 Tage haben wir Zeit die Insel zu erkunden und zu umrunden.

Übernachtungen

Bereits im Juni 2015, direkt nach der Entscheidung für die Island Reise habe ich unsere Unterkünfte über Booking.com reserviert. Wir werden in Gästehäusern und kleinen Cottages übernachten. Meist sind Buchungen für nur eine Nacht möglich, so dass wir für einige Orte mehrere Übernachtungen gebucht haben und an anderen Orten nur eine Nacht bleiben.

Route

Die Routenplanung haben wir, wie bereits für unsere Kanada-Reise mit Hilfe von Google MyMaps geplant. Alle für uns interessanten Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Übernachtungsmöglichkeiten haben wir in der Karte angelegt und damit die einzelnen Tag unserer Islandrundreise geplant. Wir werden Island gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Über Süd- und Ostisland geht es in den Norden. Von dort über die Hochlandpiste F35 zurück Richtung Süden, von wo wir einen Abstecher zur Snæfellsnes Halbinsel machen, bevor unser Flug uns zurück nach Deutschland bringt.
Für die genaue Route folg ein eigener Post mit etwas mehr Details.

 

Rückflug

Am Rückflugtag mussten wir das Wohnmobil bis 11 Uhr am Morgen wieder zurück zu Fraserway nach Vancouver bringen. Um 9 machten wir uns auf dem Weg und waren bereits um kurz nach 10 dort.

Nach einem kurzen Check auf Schäden, luden wir unser Gepäck aus und regelten die letzten Dinge am Fraserway-Schalter. Anschließen hatten wir etwas Zeit noch einen Kaffee zu trinken, denn unser Bus zum Flughafen sollte erst um 11 Uhr losfahren.

Perfekt organisiert fuhren wir wenige Minuten nach 11 Uhr los. Da unser Flug erst um 18:30 ging, hatten wir keine Eile. Im Flughafen brachten wir die Zeit mit lesen rum, bevor unser Flieger Richtung Heimat abhob.

Schön war’s!

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