Ein Zug

An diesem Tag weckte uns der Wecker um 8 Uhr. Gemütlich frühstückten wir, während draußen einige Regentropfen fielen. Nach dem Frühstück kam die Sonne heraus und wir genossen noch einmal den Blick ins Tal.

 

Der Weg vom Campground führte uns zuerst in das Örtchen Whistler. In unserer Planung hatte es bisher keinen Platz gefunden, doch durch unsere lange Fahrt gestern, hatten wir Zeit den Ort anzuschauen.

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Zwischen mehreren Regenschauern besuchten wir das Visitor Center und tranken einen Kaffee bei Pure Bread. Wir schauten im Internet nach einem Campground für die übernächste Nacht, da wir diese Nacht von Freitag auf Samstag eigentlich im Nairn Falls PP reserviert hatten, stornierten wir diese Reservierung. Im Alice Lake PP reservierten wir uns die allerletzte freie Site. Die Nähe zu Vancouver in Kombination mit dem Wochenende machte sich bemerkbar. Für den weiteren Tag war ab 14 Uhr wieder Regen angesagt.

Die Brandywine Falls lagen nicht weit und so machten wir uns auf dem Weg dorthin. Der Wasserwall selbst, kann nach wenigen Metern Fußweg bewundert werden. Nach einem weiteren kurzen Fußweg erreicht man einen zweiten Aussichtspunkt mit Blick über das gesamte Tal.

 

Das Wetter hielt, von einigen Regentropfen abgesehen, und wir beschlossen einen 2,7 Kilometer langen Trail zur Whistler Bungee Bridge zu laufen. Der Weg ist künstlich anglegt, mit Schotter aufgeschüttet. Für einen kleinen Spaziergang, mit der Option bei Regen wieder umkehren zu können, gerade richtig. An der Brücke angelangt, beobachteten wir die Mutigen, die sich von der Brücke am Bungee-Seil ins Tal stürtzten.

 

Mein Highlight dieser Wanderung kam am Ende, kurz bevor wir wieder zurück am Wohnmobil waren. Der Weg führt an einer Stelle über die Gleise. Auf dem Hinweg hörten wir zwar ganz weit in der Ferne einen Zug hupen, warteten jedoch vergebens darauf, dass er bei uns vorbei fuhr. Auf dem Rückweg, just als wir vor den Gleisen standen, kam ein Zug mit roter Lokomotive um die Kurve gefahren. Für diesen Ausflug waren wir 1 1/2 Stunden unterwegs, bevor wir zeitgleich mit den ersten Regentropfen das Auto erreichten.

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Als Campground für diese Nacht hatten wir uns morgens im WLAN des Visitor Centers den Whistler RV Park Campground ausgesucht. Wir parkten das Wohnmobil und genossen die Aussicht von dort bei strahlendem Sonnenschein. Für diesen Abend herrschte ein Feuerverbot, so dass wir nicht in den Genuss eines Lagerfeuers kamen, doch allein für die Aussicht lohnte sich die teuerste Nacht unseres Urlaubs dort oben.

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Kilometer gefahren: 53
Kilometer insgesamt: 3167